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Ein neues Fotoalbum

  • 12. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Wir hatten es im Beitrag über das Klosterfest schon erwähnt : ein aufwändiges Fotoalbum, das der langjährige Hauptbuchhalter der Werft Theo Schober zu seiner Verabschiedung bekommen hat.


Eine digitale und eine ausgedruckte Kopie wurden uns von Gunter Höffer, dessen Vater viele Jahre mit Theo Schober zusammen gearbeitet hat, zur Verfügung gestellt. Wir haben es heute in unsere Fotosammlung in der Rubrik Fotoalben aufgenommen.


Von Gunter Höffer stammt auch das folgende Vorwort dazu :


Liebe Freunde des Schiffbaus auf der Volkswerft in Stralsund!


Dieses besondere Buch zeichnet den Weg von Theo Schober, einem außergewöhnlichen Mann, in Bildern und Versen nach. Verfasst von seinem Arbeitskollektiv, wurde dieses einzigartige Werk mit professionellen Fotos und selbstgereimten Texten, die mit Tusche und Feder in altdeutscher Schrift gezeichnet wurden, Theo Schober anlässlich seines 65. Geburtstages im Jahre 1978 überreicht.

Wir fanden dieses einzigartige Album im Nachlass unseres Vaters Hans-Peter Höffer, der im Alter von fast 91 Jahren im Oktober 2025 verstorben war. Mein Vater begann 1961 seine Tätigkeit in der Volkswerft, Abteilung sozialistische Wirtschaftsführung unter Theo Schober und leitete diese kurze Zeit später. Gemeinsam führten sie den ersten Großrechner R300 in der DDR ein, und es entstand zwischen diesen beiden Männern eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit. Mein Vater sprach oft und immer voller Hochachtung von Theo Schober. Wahrscheinlich war Theo Schober nicht nur Vorbild in Charakter und aufrichtiger Haltung, sondern tatsächlich eine Art „Ziehvater“ geworden.

Bereits als junger Mann wirkte Theo Schober an den Brennpunkten während der Entstehung der Volkswerft, und später war er maßgeblich für die ökonomischen Belange als Hauptbuchhalter verantwortlich. Das Leben und Wirken Theo Schobers war auf das Engste mit der Volkswerft verbunden, von der befehlsgemäßen Grundsteinlegung 1945 bis hin zur stabilen Produktion von Fischereischiffen im Wochentakt Anfang der Siebziger-Jahre. Die Volkswerft wurde benötigt, um Reparationen für die unfassbaren Kriegsschäden in der Sowjetunion zu bezahlen und in der DDR eine eigene Hochseefischfangflotte aufzubauen. Aber die Volkswerft steht vor allem für den Aufbruch nach dem schrecklichen zweiten Weltkrieg und schuf Identifikation und Hoffnung für eine ganze Region.

Am Beispiel der Volkswerft dokumentiert dieser mit viel Liebe und Herzblut gestaltete Almanach auch eine Zeit des Zusammenhalts und der Zuversicht im nordöstlichsten Teil der DDR. Jede Seite atmet die Hochachtung und den Respekt für die Persönlichkeit des Theo Schober.

Im Andenken für Theo Schober und meinen Vater, Hans-Peter Höffer, als Protagonisten jener Epoche und in höchster Bewunderung für alle Frauen und Männer, die mit Leib und Seele der Volkswerft verbunden waren oder noch sind, habe ich einige Kopien dieses einzigartigen Zeitzeugenberichts anfertigen lassen und überreiche eine davon heute dem „Verein Volkswerft“ anlässlich des Vereinsfestes der Stadt Stralsund.


Gunter Höffer ( gelernt auf der Warnowwerft 1978-81, bis heute dem Schiffbau treu geblieben!)

 
 
 

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